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Wohnungspolitik im Fokus
Unsere neuste Studie, die wir im Auftrag des Verband Immobilien Schweiz (VIS) erstellt haben, zeigt, für welche Haushalte die Wohnkosten allenfalls ein finanzielles Problem darstellen. Herausstechende Merkmale dieser Haushalte:
alleinstehend · sesshaft in einer mittelbesiedelten Region · konsumieren tendenziell viel Wohnraum pro Person · einkommensschwach.
Um die Haushalte zu entlasten, stehen dem Staat grundsätzlich zwei sozialpolitische Instrumente zur Verfügung: Die Objekt- und die Subjektförderung. Erstere vergünstigt Wohnraum, während letztere die Haushalte mit finanziellen Zuschüssen unterstützt. Die Objektförderung wird hauptsächlich durch den Wohnungsbestand von Städten und Gemeinden realisiert, während die Subjektförderung primär via die Sozialhilfe und die Ergänzungsleistungen der AHV/IV geleistet wird. Unsere Berechnungen zeigen, dass die öffentliche Hand pro unterstütztem Haushalt heute etwa gleich viel für Objekt- wie für Subjektförderung ausgibt: durchschnittlich rund CHF 5'000 pro Jahr. Dabei ist die Subjektförderung jedoch zielgerichteter, da sie fast ausschliesslich bedürftigen Haushalten zugutekommt.
Ausgehend von den derzeit in der Schweiz praktizierten Subjektförderungsmodellen schätzen wir die Kosten einer Ausweitung auf alle Haushalte mit Überbelastung. Dabei zeigt sich, dass in einem erweiterten System der Subjektförderung mit den Mitteln, die derzeit für die Objekthilfe verwendet werden, etwa 50 Prozent mehr einkommensschwache Haushalte unterstützt werden könnten als bisher.