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Ausschreibung von Universaldiensten
Soll man Universaldienstverpflichtungen in liberalisierten Märkten ausschreiben? Eine jüngst erschienene wissenschaftliche Publikation von Christian Jaag und Urs Trinkner diskutiert die Herausforderungen, die sich aus öffentlicher Sicht stellen. Die Autoren folgern, dass Ausschreibungen in Netzindustrien nur selten zum Erfolg führen werden. Grund dafür sind deren spezifische Eigenheiten.
Christian Jaag und Urs Trinkner, 2009. «Tendering Universal Service Obligations in Liberalized Network Industries». Journal for Competition and Regulation in Network Industries 10(4), 313-332.
Vortrag von Michael Funk beim Verein für Wettbewerbsökonomik
Das Get-Together des Vereins für Wettbewerbsökonomik zum Thema «Stellenwert der Verhaltensökonomie in der wettbewerbsökonomischen Praxis» fand am 21. März 2024 in den ehrwürdigen Räumlichkeiten der Anwaltskanzlei Niederer Kraft Frey statt. Michael Funk widemete sich in seinem Impulsreferat den «Dos and Don'ts of Behavioural Antitrust».
Michael Funk betonte insbesondere, dass verhaltensökonomische Überlegungen den traditionellen Kanon der Wettbewerbsökonomik zwar ergänzen, aber nicht in Frage stellen. Soweit in einem kartellrechtlichen Verfahren verhaltensökonomische Aspekte eine Rolle spielen, sollten diese möglichst empirisch bestätigt oder zumindest im Rahmen einer umfassenden Schadenstheorie plausibilisiert werden. Verhaltensökonomische Argumente können daher nur im Rahmen einer Einzelfallprüfung berücksichtigt werden, sie sind aber nicht geeignet, per se Verbote zu begründen, wie dies das Bundesverwaltungsgericht im Entscheid «SIX/DCC» versucht hat.
Das zweite Inputreferat des Abends hielt Prof. Andreas Heinemann, ehemaliger Präsident der Wettbewerbskommission, über den «Stellenwert der Verhaltensökonomie in der wettbewerbsökonomischen Praxis».
Nicolas Eschenbaum und Urs Trinkner diskutieren in der Volkswirtschaft die Wichtigkeit von neuen Tarifmodellen im Strommarkt, um Konsumenten Anreize für Flexibilität zu geben.
Die Strompreise verändern sich laufend über den Tag um die Schwankungen unterschiedlicher Einspeisung (z.B. von Photovoltaik-Anlagen am Mittag) und Verbrauch (beispielsweise privater Geräte am Abend) abzubilden. Das Problem: Die meisten Verbrauchenden erreichen diese Preissignale nicht. Dabei ist die Preiselastizität der Konsumenten durchaus substanziell wie unsere Analyse im Rahmen der Strukturberichterstattung für das SECO zeigt, selbst bei den heutigen Fixpreisen in der Grundversorgung - Potenzial für nachfrageseitige Flexibilität ist vorhanden. Angesichts des verstärkten Ausbaus erneuerbarer Energiequellen, die schlecht steuerbar sind, wird dies ein immer wichtigeres Element erfolgreicher Energiepolitik. Um dieses Potenzial zu heben, benötigt es jedoch neuer Tarifmodelle, die Konsumenten Sicherheit vor Preisanstiegen geben und trotzdem Anreize für Flexibilität bieten.
Autoren: Nicolas Eschenbaum und Urs Trinkner
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Zur Publikation der Studie in Grundlagen für die Wirtschaftspolitik Nr. 47
Wir freuen uns, Prof. em. Dr. Winand Emons in unserem Team begrüssen zu dürfen.
Prof. em. Dr. Winand Emons verstärkt Swiss Economics als Konsulent insbesondere im Bereich Wettbewerbsökonomik. Er hat sich nicht nur in Forschung und Lehre an der Universität Bern ausgezeichnet, sondern bekleidete auch wichtige Funktionen als Mitglied der Wettbewerbskommission, Dekan und Vizedekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät sowie Mitglied der Forschungskommission des Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Seine Forschungsschwerpunkte in den Bereichen Law and Economics, Mikroökonomie und Wettbewerbsökonomie führten zu zahlreichen Publikationen in renommierten Journalen.
Wir heissen Winand Emons herzlich willkommen und wünschen ihm viel Erfolg und Freude in seiner neuen Tätigkeiten für Swiss Economics.
Swiss Economics hat die AZ Regionalfernsehen AG und CH Media bei ihren Gesuchen um die Veranstalterkonzessionen für die Jahre 2025 bis 2034 unterstützt.
Wir heissen Maida Sabotic und Elena Zarkovic in unserem Team willkommen und gratulieren Seline Spillman und Leah Meyer de Stadelhofen zur Beförderung.
Seline Spillmann verstärkt unser Team als Economist. Ihre Schwerpunkte liegen in der Datenanalyse in verschiedenen Themenbereichen sowie in der Arbeitsmarktökonomik. Sie ist unter anderem in den Bereichen Wettbewerbsökonomik und Gesundheit tätig. In ihrem Master studierte sie Volkswirtschaftslehre an der Universität Zürich mit Fokus auf Ökonometrie. Während ihres Studiums war sie als Research Assistant im Bereich Globalisierung und Arbeitsmarkt an der Universität Zürich tätig.
Elena Zarković ist als Analystin bei uns eingestiegen. Sie studierte im Bachelor Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen und erwarb dort auch ein Zusatzzertifikat in Data Science Fundamentals. Während ihres Studiums arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin beim Schweizerischen Institut für Aussenwirtschaft und Angewandte Wirtschaftsforschung an der Universität St. Gallen.
Maida Sabotic verstärkt das Swiss Economics Team als Economist. Sie ist unter anderem in den Bereichen Wirtschaftspolitik und Datenanalyse tätig. Sie studierte an der Universität Zürich Volkswirtschaftslehre, Politik und Geschichte im Bachelor und Volkswirtschaftslehre und Data Science im Master. Während dieser Zeit arbeitete sie beim Institut für Volkswirtschaftslehre an der Universität Zürich. Nach ihrem Masterstudium absolvierte sie ein Praktikum in der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft.
Leah Meyer de Stadelhofen tritt unser Team als Economist bei, mit Schwerpunkten Verhaltensökonomik, Industrieökonomik und Datenanalyse. Sie ist unter anderem in den Bereichen Regulierung, Umweltökonomik und Energie tätig. Darüber hinaus verstärkt Leah unsere Romandie-Abteilung und ist somit an der Entwicklung von Swiss Economics in der Westschweiz und in Frankreich beteiligt. Sie hat einen Master in Volkswirtschaftslehre von der Universität Lausanne mit einer Spezialisierung in Behavior, Economics, and Evolution. Während ihres Studiums arbeitete sie als Teaching Assistant im Bereich Mikroökonomie.
Wir gratulieren allen und wünschen ihnen viel Erfolg und Freude in ihren neuen Tätigkeiten für Swiss Economics.
Wir gratulieren unserem Mitarbeiter, Nicolas Greber, herzlich zum ACCL-Award für seine Masterarbeit! Die Auszeichnung wurde am 19. September im Atelier de la Concurrence in Bern verliehen.
In seiner Masterarbeit untersuchte Nicolas Greber das Verhalten selbstlernender Preisfindungsalgorithmen. Jüngste Studien haben gezeigt, dass bestimmte KI-Preisalgorithmen in der Lage sind, eine Art stille Kollusion in Oligopolmodellen zu erlernen. Nicolas hat mit seiner Masterarbeit dort angesetzt und das Verhalten von zwei neueren KI-Preisalgorithmen analysiert. Der erste Algorithmus, bekannt als "deep deterministic policy gradient", konnte keine konstante Konvergenz erreichen. Im Gegensatz dazu erzielte der zweite Algorithmus, der "multi-agent deep deterministic policy gradient", zuverlässige Ergebnisse im Sinne des Nash-Gleichgewichts. Diese Ergebnisse wurden durch verschiedene Robustheitstests bestätigt, darunter solche, die alternative Marktbedingungen, die Einbeziehung von drei statt zwei Unternehmen und zusätzliche Suchstrategien der Algorithmen berücksichtigten.
Wir wünschen Nicolas weiterhin viel Erfolg und Freude bei seinem Doktorat an der Universität Zürich und bei seiner Arbeit für Swiss Economics.
Vergangenes Wochenende haben wir unser 15-jähriges Jubiläum mit Kraftwerkbesuch, Abendessen und eine Übernachtung im Grimsel Hospiz gefeiert!
Letztes Wochenende verbrachten wir eine unvergessliche Zeit zusammen im Grimsel Hospiz, umgeben von der atemberaubenden Kulisse des Grimselgebiets.
Höhepunkte waren spannende Ausflüge zum Wasserkraftwerk und zur beeindruckenden Aare-Schlucht, und ein köstliches 5-Gang-Menü. Diese Erlebnisse vertiefen unsere Wertschätzung für 15 Jahre erfolgreiche Projekte.
Als passionierte Ökonomen und Ökonominnen sind wir stolz auf unser kontinuierliches Wachstum. Diese Reise wäre ohne unser engagiertes Team und unsere inspirierenden Projekte nicht möglich gewesen.
Auf die nächsten aufregenden Kapitel voller Erfolg und spannender Projekte!
Matthias Hafner hielt einen Vortrag über die Stabilität von Stablecoins und erörterte deren Verknüpfung mit den jüngsten Entwicklungen im Bereich der CBDCs und der Tokenisierung realer Vermögenswerte.
Auf der Grundlage aktueller Literatur und seiner eigenen Forschung an der Universität Zürich betonte Matthias Hafner, dass der Aufbau und das Management der zugrunde liegenden Sicherheiten im Stablecoin-Ökosystem entscheidende Faktoren für die Stabilität von Stablecoins sind. Während ein extern abgeleiteter Sicherheitswert die Unabhängigkeit des Stablecoin-Ökosystems gefährden kann, birgt ein aus dem Ökosystem abgeleiteter Sicherheitswert das Risiko von "Death Spirals", wie sie bei TerraUSD beobachtet wurden. Darüber hinaus kann eine zentralisierte Verwaltung zwar kosteneffizient sein, setzt das Stablecoin-Ökosystem aber dem Risiko von "Bank-Runs" aus, wie die jüngste Entkoppelung des USDC vom USD Referenzwert zeigt.
Des Weiteren argumentierte Matthias Hafner, dass das Aufkommen von CBDCs und der Tokenisierung realer Vermögenswerte die Nachfrage nach Stablecoins in Zukunft unter Druck setzen könnte. Dies könnte zum Beispiel dazu führen, dass Lösungen für Stablecoins eingeführt werden, die Zinszahlungen auf den zugrunde liegenden Sicherheiten anbieten.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Blockchance Präsentationsfolien
Matthias Hafners Forschung zu Stablecoins
Wir gratulieren Matthias Hafner und Nicolas Oderbolz zur Beförderung.
Matthias Hafner ist bei Swiss Economics neu als Principal tätig. Seine Fachgebiete umfassen unter anderem Blockchain, Finanzen und Bewertung sowie Wettbewerbsökonomik.
Mit seinem Fachwissen und seiner langjährigen Erfahrung wird er weiterhin einen unerlässlichen Beitrag zur Weiterentwicklung dieser Bereiche leisten. Matthias berät regelmässig grosse Unternehmen und Behörden und unterstützt Start-ups bei der Umsetzung ihrer Projekte. Zusätzlich schreibt er seine Dissertation und unterrichtet an der Universität Zürich zu verschiedenen Kryptothemen. Vor seinem Wechsel zu Swiss Economics im Jahr 2016, war er bei der Wettbewerbskommission tätig.
Nicolas Oderbolz verstärkt das Team als Economist mit den Schwerpunkten Regulierung, Gesundheit und Blockchain. Er ist in verschiedenen Projekten in den Bereichen Energie, Datenanalyse und Kryptoassets involviert.
Nicolas absolvierte sein Bachelor- und Masterstudium in Volkswirtschaftslehre an der Universität Zürich mit einem Fokus auf empirische Methoden und Datenanalyse. Während seines Studiums war er als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Zürich im Bereich Arbeitsmarkt- und Entwicklungsökonomik tätig. Er ist seit Sommer 2022 ein wertvoller Teil des Swiss Economics Teams.
Wir gratulieren beiden und wünschen ihnen viel Erfolg und Freude in ihren neuen Tätigkeiten für Swiss Economics.
Der Beitrag "Blockchain und ihre Anwendungen" von Matthias Hafner und Dr. Christian Jaag wurde kürzlich in der Quartalsausgabe des zsis) Zentrums für Schweizerisches und Internationales Steuerrecht publiziert.
In ihrem Beitrag erklären Sie die Funktionsweise von Blockchain durch anschauliche Beispiele und Anwendungsfälle. Zudem erläutern sie die rechtliche Einordnung von Krypto-Vermögenswerten und zeigen die Grenzen der Technologie auf.
Die Publikation kann hier abgerufen werden.
Matthias Hafner präsentierte vergangene Woche seine Forschung über Stablecoins an der Wolfram ChainScience Konferenz in Boston, USA.
Der Artikel "The Four Types of Stablecoins: A Comparative Analysis" (gemeinsam mit Marco Henriques Pereira, Prof. Dr. Helmut Dietl und Juan Beccuti) diskutiert die Bedingungen, unter denen Stablecoins ihren Wert verlieren können. Unter anderem untersuchen sie den Absturz von Terra und das De- und Re-Pegging des Stablecoins USDC.
Link zu den Folien: The Four Types of Stablecoins (swiss-economics.ch)
Der Bundesrat hat am 24. Mai die Vernehmlassung zur Revision des Urheberrechtsgesetzes eröffnet und in diesem Zusammenhang unsere Regulierungsfolgenabschätzung (RFA) publiziert.
Im Rahmen der RFA hat Swiss Economics die Notwendigkeit und Möglichkeit staatlichen Handelns, die Auswirkungen auf einzelne gesellschaftliche Gruppen und die Gesamtwirtschaft, alternative Regelungen und die Zweckmässigkeit im Vollzug untersucht.
Seit Anfang des Jahres verstärken Lilia Habibulina als Senior Economist, sowie Nicolas Eschenbaum und Romain de Luze als Managing Economists das Team. Wir danken Ihnen für Ihre bisherige Unterstützung und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.
Lilia Habibulina wurde zur Senior Economist befördert. Sie ist auf die Anwendung quantitativer Methoden in regulatorischen Fragestellungen spezialisiert und verfügt über umfassende Erfahrung in der Bestimmung von Kapitalkosten sowie in ökonometrischen Schätzverfahren. Vor ihrem Eintritt bei Swiss Economics war sie Doktorandin und PostDoc an der Universität Zürich.
Nicolas Eschenbaum wurde zum Managing Economist befördert und ist neu Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Economics. Er verantwortet die Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) und arbeitet schwerpunktmässig an Fragen der Wettbewerbspolitik sowie Marktregulierung und Marktdesign – insbesondere im Kontext von Algorithmen und KI. Seine Projekterfahrung umfasst verschiedene Sektoren, unter anderem digitale Märkte und Energie; aktuell leitet er u. a. ein Projekt für die DG Comp.
Romain de Luze wurde ebenfalls zum Managing Economist befördert und ist neu Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Economics. Er leitet das Büro in Lausanne und ist für die Geschäftsentwicklung in der Romandie verantwortlich. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf der Analyse regulatorischer Fragestellungen, Finanzmodellierungen sowie Strategieberatung, insbesondere in den Sektoren Energie und Verkehr.
Urs Trinkner hat in Brüssel im Rahmen eines zweitägigen, gut besuchten öffentlichen Workshops der EU Kommission und ACER zu den künftigen Methoden des Benchmarkings der Gasfernleiter vorgetragen.
The ACER workshop on gas transmission system operator (TSO) cost efficiency benchmarking was held in Brussels on July 9-10, 2025, to discuss the EU Agency for the Cooperation of Energy Regulators' (ACER) draft methodology for comparing gas TSO costs. This periodic cost comparison is intended to inform national regulators when setting TSO revenues, supporting the EU's decarbonization goals by promoting efficiency in gas transmission networks as they adapt to new requirements and reduced utilization.
Wir danken allen Mitwirkenden und unserem Kollegen Michael Altorfer für die wertvollen Beiträge im Panel zur Zukunft des Schweizer Finanzmarkts im Rahmen des NextGen Impact Forums.
Das Forum bringt engagierte Stimmen aus Wissenschaft, Praxis und Politik zusammen, um den Wandel hin zu einer nachhaltigeren Finanzwelt zu gestalten.
Wir gratulieren herzlich zum gelungenen Auftakt des NextGen Impact Forums an der HSG!
Retrouvez-nous à la Rue du Liseron 7, 1006 Lausanne.
Depuis le début du mois d'avril, vous pouvez nous retrouver à la Rue du Liseron 7, en plus de notre bureau de Zurich.
Cette ouverture marque une nouvelle étape pour nous : celle de nous rapprocher de nos partenaires en Suisse romande et de renforcer notre présence dans la région. Être sur place, c’est l’opportunité de collaborer plus facilement, d’échanger plus souvent, et d’accompagner les projets avec encore plus de proximité et de réactivité.
Nous avons hâte de vous y accueillir, de continuer à faire grandir nos collaborations… et d’en démarrer de nouvelles !
Seit Anfang des Jahres verstärken Nina Schnyder als Senior Economist und Michael Altorfer als Economist in Vollzeit unser Team. Wir danken Ihnen für Ihre bisherige Unterstützung und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.
Michael Altorfer steigt nach dem Abschluss seines Studiums Vollzeit bei Swiss Economics ein. Seine Fokusthemen liegen in der Energieökonomik, Bewertungen und Datenanalysen. In seinem Master absolvierte er ein Doppelstudium in Volkswirtschaftslehre und internationalem Management an der Universität St. Gallen und der Stockholm School of Economics, mit einem Schwerpunkt auf Datenanalyse und Klimaökonomik.
Nina Schnyder ist seit 2024 bei Swiss Economics und wurde zu Senior Economist befördert. Nina spezialisiert sich auf Bewertung, Schadenersatzforderungen und Regulierungsökonomik und wird in diesen Bereichen auch weiterhin als Senior Economist tätig sein. Zusätzlich zu ihrer Tätigkeit bei Swiss Economics ist Nina ein CFA Level I Candidate und bereitet sich auf ihre Prüfung im Februar 2025 vor.
Swiss Economics hat im Auftrag von UVEK und EFD die Eignerstrategie des Bundes an der Swisscom untersucht.
Unser Bericht kommt zum Schluss, dass heute weder für die Sicherstellung der Grundversorgung mit Fernmeldediensten noch für den Ausbau eines flächendeckenden Hochbreitbandnetzes ein hinreichend starkes öffentliches Interesse an einer Mehrheitsbeteiligung des Bundes an der Swisscom besteht. Die Erbringung dieser Dienste erfolgt mehrheitlich im Wettbewerb oder kann vom Bund ausreichend gesetzlich geregelt werden. Aufgrund der Neubeurteilung der sicherheitspolitischen Bedeutung der Telekommunikations- und Informationsinfrastruktur kann jedoch ein öffentliches Interesse an einer Bundesbeteiligung an der Swisscom bestehen. Da Gesetzgebung und kommerzielle Verträge die Erbringung der notwendigen Leistungen nur unvollständig steuern können, kann eine abschliessende Kontrollmöglichkeit über das Eigentum in diesem sensiblen Bereich sinnvoll sein.
Staatliche Aktivitäten in Wettbewerbsmärkten führen aber in der Regel zu Wettbewerbsverzerrungen. Auch eine strikte Trennung von Eigentümerrolle und Aufsichts- bzw. Regulierungsfunktion vermag den grundsätzlichen Zielkonflikt zwischen dem volkswirtschaftlichen Interesse am wirksamen Wettbewerb und dem finanzpolitischen Interesse an Dividendeneinahmen nicht vollständig zu überwinden. Die Abwägung zwischen dem öffentlichen Interesse an einer Mehrheitsbeteiligung und der Wettbewerbsneutralität ist letztlich eine politische Frage, die der Bericht nicht abschliessend beantworten kann. Im Hinblick auf die Formulierung der strategischen Ziele empfehlen wir, das öffentliche Interesse an den sicherheitspolitischen Aufgaben der Swisscom explizit zu erwähnen.
Neben der Mehrheitsbeteiligung und dem Komplettverkauf haben wir auch Handlungsalternativen wie die Gründung einer staatlichen Netzgesellschaft oder die Beibehaltung einer Sperrminorität geprüft. Es konnten allerdings keine zusätzlichen Vorteile festgestellt werden.
Die Evaluation wurde im Zusammenarbeit mit Martina Arioli und Lukas Bruhin von Arioli Law vorgenommen.
Michael Funk, Urs Trinkner, Lukas Bruhin, Martina Arioli, Nicolas Oderbolz, Nina Schnyder
Zur Medienmitteilung des Bundesrats
Wir freuen uns, Dr. Marco Salvi und Bastian Seiler als neuen Mitarbeiter begrüssen zu dürfen. Sie verstärken das Team von Swiss Economics im Bereich Wirtschaftspolitik und Energie.
Bastian Seiler verstärkt das Swiss Economics Team als Senior Economist. In seinem Master studierte er Politikwissenschaft, Volkswirtschaft und Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Zürich. Nach seinem Studium sammelte er über 10 Jahre Berufserfahrung in der Energiewirtschaft und bei einem Rückversicherer. Bei Swiss Economics wird er vor allem als Berater und Projektleiter im Bereich Energie, Finanzen und Versicherungen, Regulierung und Risk Management tätig sein.
Dr. Marco Salvi ist neu als Managing Economist bei Swiss Economics tätig. Er ist promovierter Ökonom (EPFL) mit über zehn Jahren Erfahrung in wirtschaftspolitischen Analysen. Als Senior Fellow und Bereichsleiter bei Avenir Suisse verantwortete er die Themen Arbeitsmarkt-, Gesellschafts- und Wohnpolitik und prägte die strategische Ausrichtung des Thinktanks wesentlich. Zuvor war er wissenschaftlicher Projektleiter mit Schwerpunkt auf Steuer- und Fiskalpolitik. Vor seinem Wechsel zu Avenir Suisse im Jahr 2011 leitete er bei der Zürcher Kantonalbank drei Spezialistenteams und entwickelte innovative Risikomodelle im Bereich Immobilien und Hypotheken. Marco ist zudem Adjunct Fellow bei Avenir Suisse und Dozent für Real Estate Finance an der Universität Zürich. Bei Swiss Economics wird er für Themen wie Immobilienökonomie, Regionalökonomie und Arbeitsmarktfragen zuständig sein.
Mit Ihrer Expertise und langjährigen Erfahrung werden Sie massgeblich zum Erfolg unseres Unternehmens und Ihrer Fachbereiche beitragen.
Swiss Economics hat für swissstaffing die Rolle der Temporärarbeit aus ökonomischer Sicht untersucht und die möglichen Auswirkungen aktueller Regulierungsvorschläge auf den Arbeitsmarkt aufgezeigt.
Aktuell stehen mehrere Vorschläge für zusätzliche Regulierungen der Temporärarbeit im Raum. Unsere im Auftrag von swissstaffing durchgeführte Studie kommt zum Ergebnis, dass diese Vorhaben keinen Mehrwert bringen. Die Analyse, die nach dem Schema einer Regulierungsfolgenabschätzung (RFA) durchgeführt wurde, zeigt, dass Temporärarbeit eine wichtige Rolle auf dem Arbeitsmarkt spielt. Sie reduziert Marktfriktionen und ermöglicht eine effiziente sowie schnelle Vermittlung zwischen Unternehmen und Arbeitnehmenden.
Temporärarbeit sorgt somit für Flexibilität, steht jedoch gleichzeitig in einem Spannungsverhältnis zur Beschäftigungssicherheit. So wäre ohne Temporärarbeit mit einem Anstieg von weniger regulierten Arbeitsformen wie befristeten Anstellungen, Selbstständigkeit oder Arbeit auf Abruf zu rechnen. Auch Arbeitslosigkeit und Schwarzarbeit könnten zunehmen. Temporärarbeitende profitieren in der Schweiz zudem bereits heute von umfassendem Schutz durch einen Gesamtarbeitsvertrag.
Der Bericht kann hier heruntergeladen werden.
Einkommensschwache Haushalte direkt unterstützen oder verbilligten Wohnraum bereitstellen? Marco Salvi, Studienautor in der SRF Tagesschau am 04.10.2024.
Das SRF berichtete über unsere neueste Studie, die wir im Auftrag des Verbands Immobilien Schweiz (VIS) erstellt haben. Die Studie zeigt, dass dem Staat zur Entlastung der bedürftigen Haushalte grundsätzlich zwei sozialpolitische Instrumente zur Verfügung stehen: die Objekt- und die Subjektförderung. Erstere vergünstigt Wohnraum, während letztere die Haushalte mit finanziellen Zuschüssen unterstützt.
Die Videoreportage zum Thema finden Sie hier.
Die Reportage wurde auch als Newsbeitrag auf SRF News veröffentlicht.
Den Bericht von Swiss Economics können Sie hier lesen.
Nicolas Eschenbaum und Nicolas Greber hielten kürzlich einen Workshop über die Heraus-forderungen der Governance in dezentralen Organisationen (DAOs) und diskutierten mögliche Lösungsansätze.
Nicolas Eschenbaum und Nicolas Greber präsentierten auf dem CV Summit 2024 auf Basis ihrer eigenen Forschung mögliche Strategien für DAOs im Umgang mit Arbitrage in dezentralen Organisationen. Sie zeigten am Beispiel des Nouns DAO auf, wie die Einführung eines Forking-Mechanismus - gedacht als Beitrag zur Dezentralisierung und zum Schutz vor Mehrheitsattacken - stattdessen eine Arbitragemöglichkeit für Spekulanten eröffnete. Governance-Mechanismen, die Mitgliedern eines DAOs einen indirekten Zugriff auf die Treasury ermöglichen, bergen signifikante Risiken. Für das konkrete Beispiel des Nouns DAO stellten Nicolas Eschenbaum und Nicolas Greber mögliche Lösungen und ihre Herausforderungen dar, um Spekulanten von der Teilnahme am DAO abzuhalten.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Präsentationsfolien
Swiss Economics unterstützt die UBS im Zusammenschluss mit der CS beim Kontrollverfahren der FINMA.
Am 19. Juni 2024 gab die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA bekannt, dass sie das kartellrechtliche Kontrollverfahren zum Zusammenschluss von UBS und Credit Suisse ohne Bedingungen und Auflagen abgeschlossen hat. Sie gelangt nach umfangreicher Prüfung zum Schluss, dass der Zusammenschluss den wirksamen Wettbewerb in keinem Marktsegment beseitigt.
Swiss Economics hat die UBS in diesem Verfahren mit zwei ökonomischen Gutachten und bei der Zusammenstellung der Marktdaten unterstützt. Das erste Gutachten beinhaltete eine umfassende Analyse der Wettbewerbsverhältnisse auf allen relevanten Bankenmärkten. Im zweiten Gutachten wurden einzelne Segmente vertieft analysiert, die im Fokus der Stellungnahme der Wettbewerbskommission zuhanden der FINMA standen. Das Team von Swiss Economics, bestehend aus Dr. Michael Funk, Dr. Samuel Rutz, Dr. Eva Zuberbühler und Seline Spillmann, arbeitete in diesem Verfahren eng mit dem Kartellrechtsteam von Bär & Karrer, vertreten durch Dr. Mani Reinert und Dr. Christine Schweikard, zusammen.
Zur Medienmitteilung und Verfügung der FINMA.
Einkommensschwache Haushalte direkt unterstützen oder verbilligten Wohnraum bereitstellen? Swiss Economics untersucht die Tragbarkeit der Wohnkosten und wohnungspolitische Instrumente zur Entlastung der Haushalte in der Schweiz.
Unsere neuste Studie, die wir im Auftrag des Verband Immobilien Schweiz (VIS) erstellt haben, zeigt, für welche Haushalte die Wohnkosten allenfalls ein finanzielles Problem darstellen. Herausstechende Merkmale dieser Haushalte:
alleinstehend · sesshaft in einer mittelbesiedelten Region · konsumieren tendenziell viel Wohnraum pro Person · einkommensschwach.
Um die Haushalte zu entlasten, stehen dem Staat grundsätzlich zwei sozialpolitische Instrumente zur Verfügung: Die Objekt- und die Subjektförderung. Erstere vergünstigt Wohnraum, während letztere die Haushalte mit finanziellen Zuschüssen unterstützt. Die Objektförderung wird hauptsächlich durch den Wohnungsbestand von Städten und Gemeinden realisiert, während die Subjektförderung primär via die Sozialhilfe und die Ergänzungsleistungen der AHV/IV geleistet wird. Unsere Berechnungen zeigen, dass die öffentliche Hand pro unterstütztem Haushalt heute etwa gleich viel für Objekt- wie für Subjektförderung ausgibt: durchschnittlich rund CHF 5'000 pro Jahr. Dabei ist die Subjektförderung jedoch zielgerichteter, da sie fast ausschliesslich bedürftigen Haushalten zugutekommt.
Ausgehend von den derzeit in der Schweiz praktizierten Subjektförderungsmodellen schätzen wir die Kosten einer Ausweitung auf alle Haushalte mit Überbelastung. Dabei zeigt sich, dass in einem erweiterten System der Subjektförderung mit den Mitteln, die derzeit für die Objekthilfe verwendet werden, etwa 50 Prozent mehr einkommensschwache Haushalte unterstützt werden könnten als bisher.
Der Bundesrat hat am 19. Juni die Vernehmlassung zur Änderung des Finanzmarktinfrastrukturgesetzes eröffnet und in diesem Zusammenhang unsere Regulierungsfolgenabschätzung (RFA) publiziert.
Im Rahmen der RFA hat Swiss Economics die Notwendigkeit und Möglichkeit staatlichen Handelns, die Auswirkungen auf einzelne gesellschaftliche Gruppen und die Gesamtwirtschaft, alternative Regelungen und die Zweckmässigkeit im Vollzug untersucht.
Hier ist der Projekteintrag zu finden.
Wir freuen uns, Nina Schnyder und Stephan Minger in unserem Team begrüssen zu dürfen und gratulieren Andreas Stritt zur Beförderung.
Andreas Stritt ist seit 2022 bei Swiss Economics und wurde zu Economist befördert. Seine Fokusthemen liegen in der Energieökonomik, Wettbewerbsökonomik und Verkehrsökonomik. In seinem Master studierte er Volkswirtschaftslehre an der Universität Bern, mit einem Schwerpunkt auf Datenanalyse und Industrieökonomik.
Nina Schnyder verstärkt das Swiss Economics Team als Economist. In ihrem Master studierte sie Umweltökonomie an der London School of Economics. Nach ihrem Studium war sie als Beraterin im Bereich Energie und Umwelt in London und Berlin tätig und wird sich bei Swiss Economics weiter auf diese Bereiche spezialisieren.
Stephan Minger ist als Analyst bei uns eingestiegen. Er absolvierte seinen Master in Volkswirtschaftslehre mit Fokus auf Finanzökonomie und Datenanalyse an der Universität St. Gallen. Während des Studiums arbeitete er als Forschungsassistent in den Gebieten Finanzmarktökonometrie, Derivate und Geldpolitik.
Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen werden zweifellos eine wertvolle Ergänzung für unser Team sein.